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Big in Japan: Büros und ihre Reanimation
     
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Yoi tsuitachi!

Das heißt auf Japanisch “Guten Tag”. Und um Japan geht es auch in der ersten Ausgabe von inperspective snacks. Dazu später mehr.
 
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Wenn du den inperspective-Newsletter nicht mehr erhalten möchtest, findest du am Ende des Newsletters den Abmeldelink. Und jetzt zur Weltpremiere: die erste Ausgabe von inperspective snacks.

inperspective snacks - Der Lead - Warum Architekt:innen das Büro wiederbeleben müssen
Warum Architekt:innen das Büro wiederbeleben müssen
Erst neulich begann die Fußball-Bundesliga. Endlich mit Publikum. Die Qualität der Spiele: heiter bis wolkig, insgesamt gut, viele Tore.
 
Doch die Verantwortlichen waren nicht vollends zufrieden. Obwohl bis zu 25.000 Zuschauer wieder in die Stadien pilgern durften, fristeten die Tickets teilweise ein Ladenhüterdasein. Ausverkaufte Arenen? Mitnichten. Nach Monaten des Lockdown-Winterschlafs leiden die Fans unter Fußball-Fatigue. Und wenn die Massen sich sträuben, bierselig zum Sport zu strömen, wie zaghaft wird wohl die Rückkehr der Angestellten in die Büros ablaufen?
 
In den USA zeichnen sich bereits interessante Entwicklungen ab. Laut einer landesweiten Umfrage des Versicherungskonzerns Breeze würden Mitarbeitende für das Recht auf Homeoffice sogar Gehaltseinbußen hinnehmen. 65 Prozent der Befragten gaben an, lieber auf fünf Prozent ihres Lohns zu verzichten, als dauerhaft in das Office zurückzukehren.
 
Ebenso bemerkenswert: Im Juni quittierten 3,9 Millionen Mitarbeitende in Nordamerika ihre Jobs, um sich besser bezahlte oder ortsunabhängige Aufgaben zu suchen. 
 
Arbeitgeber:innen stehen vor einem verzwickten Problem: Einerseits verlangen Mitarbeitende die Möglichkeit für Remote-Arbeit. Andererseits erodiert durch die fehlenden Bezugspunkte zu Kolleg:innen und Homebase die Loyalität zum Geldgeber. Firmen müssen den Spagat meistern. Freiheiten erlauben, ohne dass diese zum Identitätsverlust führen. 
 
Das New Yorker Architektur-Magazin Surface leitet aus diesem Vabanquespiel wichtige Aufgaben für Raumgestalter:innen ab. Autor Ryan Waddoups bilanziert, dass nur moderne Office-Designs die Büros langfristig wiederbeleben können. Zum Beispiel mit Flächen zum Entspannen und viel Empathie.
DIE STANDPUNKTE
Auch das Pendeln ist ein Office-Erlebnis
inperspective snacks - Der Standpunkt - Auch das Pendeln ist ein Office-Erlebnis
“Der Aufschwung beginnt im Pub”, titelte jüngst die Tagesschau. Was klamaukig klingt, ist Realität. Die Briten geben sich die Kante und ordentlich Geld aus. Die Wirtschaft wächst. Auch zieht es Mitarbeitende langsam zurück ins Büro. Manche freuen sich, andere nicht. Kontrovers wird über das Pendeln diskutiert. Die öffentlichen Verkehrsmittel gelten noch immer als stärkster Infektionstreiber. Für viele Beschäftigte das Hauptargument, um im Homeoffice zu bleiben. Der Guardian hat diverse Standpunkte gesammelt. inperspective snacks stellt zwei spannende Perspektiven vor.
Christina Cage, 38, Wirtschaftsprüferin
“Ich erkannte im Lockdown, dass das Pendeln die Zeit ist, in der ich meine Rolle tauschen kann. Ich werde von einer Mutter zu einer Kollegin. Und in der Zwischenzeit kann ich nur für mich da sein. Ich habe den Kopf frei, kann aus dem Fenster schauen, ein Buch lesen oder Musik hören. Der Arbeitsweg ist ein Geschenk. Ich wusste nicht, wie notwendig er für meine geistige Gesundheit ist."
Chris Procter, 47, Dispacheur
“Am Ende des Tages, selbst nach 17 Monaten Arbeit zu Hause, trete ich noch immer aus der Haustür. Nur um kurz darauf wieder hereinzuplatzen und zu verkünden, dass ich endlich zu Hause bin. Meine Teenager finden das so unnötig wie am ersten Abend. Dafür ist der Hund aufgeregt. Spaß beiseite: Ich schätze es sehr, morgens mehr Zeit zu haben. Ich sitze vor der Arbeit und lese. Das entspannt mich. In der Mittagspause kann ich mit dem Hund spazieren gehen. Und ich habe mehr Zeit mit den Kindern."
     
Der Weitblick
     
     
Seattle, USA
Großstädte stehen vor turbulenten Jahren, weil die Zukunft von Büroflächen unklar ist. Jon Talton, Kolumnist der Seattle Times, schreibt über positive und negative Perspektiven.
     
     
Tokio, Japan
Etwa 90 Prozent der großen japanischen Unternehmen struggeln mit der Remote-Arbeit. Warum sich die Tech-Nation schwertut, berichtet die Tageszeitung Yomiuri Shimbun mit vielsagenden Zahlen.
     
     
Auckland, Neuseeland
Viele junge Menschen leben in Wohnungen, die nicht für die Arbeit von zu Hause aus eingerichtet sind. Ein gesundheitliches Risiko, schildert Unternehmerin Lizzi Whaley für NZ-Business.
     
FACT SHEET
Prokrastination
Tischtennisplatte, Bibliotheken, Sofaecken – Architekt:innen gestalten Offices, die immer mehr Möglichkeiten zum Abschweifen und Aufschieben von Arbeit bieten. Die neue Gemütlichkeit soll Mitarbeitende zurück ins Büro locken. Doch was steckt hinter dem Buzzword “Prokrastination”?
     
 
Icon Hund
 
   
Du bist selten konzentriert? Dann bist du nicht allein. Etwa 25 Prozent der Arbeitnehmer:innen geben an, im Büro regelmäßig zu prokrastinieren.
 
     
     
 
Icon Hund
 
   
Dass Menschen sehr viel Zeit prokrastinierend verbringen, liegt an den Versuchungen des Internets. In den Siebzigerjahren galten nur fünf Prozent der Beschäftigten als Prokrastinierende.
 
     
     
 
Icon Kalender
 
   
Prokrastination bietet nicht nur Nachteile. So wirkt das gepflogene Arbeitaufschieben wie ein Energiebooster, weil es Stress reduziert und kreatives Arbeiten fördert.
 
     
     
SÄTZE der Woche
     
“Man bestätigt sich ständig selbst zurück. Das ist Eifer zur Dummheit. Deshalb haben wir so wenig Innovation, so wenig Realitätssinn. Weil wir uns abschotten, denken wir, dass die Welt überall so funktioniert wie in unserer Blase. Das ist aber nicht zielführend, das macht uns nicht klüger. Einflüsse von außen sind wahnsinnig wichtig. Auch in den Büros.”
     
Wolf Lotter ist erfolgreicher Publizist und Essayist, Mitgründer des Magazins brand eins und konstruktiv zweifelnder Wirtschaftsdenker. Wir haben mit ihm über seine heimische Werkbank und Teamwork gesprochen und darüber, wie sich Organisationen und ihre Büros verändern müssen.
     
     
Zahl der Woche
     
148 Milliarden Kaffee
     
Hallo! Wachbleiben! Mit Koffein zum Beispiel. US-Forscher:innen gehen davon aus, dass Büroangestellte etwa 1.000 Tassen Kaffee im Jahr trinken. In Deutschland sind 14,8 Millionen im Büro tätig. Das sind umgerechnet 148 Milliarden Tassen Espresso, Filterkaffee oder Cappuccinos.
     
     
Projekt der Woche
     
Büro in Warschau
     

Mit dem Laptop in den Zug steigen. Sich einen Tisch suchen und in einen ergonomischen Sitz fläzen, die Technik mit dem WLAN koppeln und loslegen. Züge wären die perfekten rollenden Büros. Auch wenn die Fahrt länger dauert als ein Flug – die Zeit wäre viel effektiver genutzt. Ein Büro auf Schienen. Ein Traum. Doch für den müssten Züge erst mal verlässlich fahren. Und das WLAN zwischen Flensburg und Passau besser funktionieren als in der kasachischen Steppe.

Viel weiter sind die Menschen in Tokio. Dort motzt die örtliche Eisenbahngesellschaft verschlissene Waggons zu stylishen Büroräumen auf. Für 18.300 Dollar bekommen die ausrangierten Abteile alle technischen Set-ups, die ein hochwertiger Arbeitsplatz benötigt. Das vertraute Röcheln der Kaffeemaschine inklusive. So lassen sich Räume “wiederbeleben”. 

Das Pilotprojekt im Tokioter Museum wird laut der Zeitung The Asahi Shimbum von den Menschen stark frequentiert. Vielleicht folgen bald wirklich fahrende Design-Offices. Das täte dem Klima gut und den Reisenden mit hoher Workload auch. Big in Japan.

     
     
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