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Moin!
Das Wort stammt vermutlich aus dem Niederdeutschen »moi«, also schön, gut, angenehm. Gemeint war ursprünglich vermutlich »’n mooien Dag«, ein schöner Tag. Auf Sylt erzählen manche sogar, der Gruß komme vom alten Seefahrerwunsch »Mojen Wind«, guter Wind.
Frischen Wind brauchen auch die Wirtschaft und die Büros ganz sicher. Und bei der ORGATEC in Köln lieferte PALMBERG genau das mit CURL. Einer echten Material- und Produktinnovation.
In Ausgabe #161 geht es um das, was davor kommt: Den Mut, überhaupt etwas Neues zu wagen, wo man sich doch nach alter Verlässlichkeit sehnt. |
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von Hannes Hilbrecht
»Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.«
Angeblich hat Albert Einstein das mal so gesagt. Hat er aber nicht. Nachweisen lässt sich der Satz erst Anfang der 1980er-Jahre. Da war Einstein seit mehr als 25 Jahren tot.
Wir schreiben den Satz trotzdem seit Jahrzehnten dem falschen Mann zu. Immer wieder. Und erwarten, dass es diesmal stimmt.
Eleganter kann ein Zitat kaum beweisen, wie recht es hat.
Denn genau so funktioniert der Mensch. Und besonders der Mensch in der Krise. Die Aufträge werden weniger, die Prognosen grauer, die Budgets enger. Was tun Unternehmen dann? Sie ziehen die Schultern hoch. Sie streichen, was neu ist, und klammern sich an das, was sich bewährt hat.
Das ist kein Versagen. Das ist zutiefst menschlich.
1981 beschrieben die Organisationsforscher Barry Staw, Lance Sandelands und Jane Dutton einen Mechanismus, den sie Threat-Rigidity-Effekt nannten. Es ging also um die Starre unter Bedrohung.
Gerät eine Organisation unter Druck, verengt sich ihr Blick. Man greift zu den Routinen, die früher funktioniert haben. Kurzfristig ist das oft klug. Langfristig kann es gefährlich werden.
Dazu kommt ein Rechenfehler, den unser Gehirn seit jeher macht. Die Psychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky fanden heraus, dass ein Verlust die Menschen in ihren Experimenten etwa doppelt so stark schmerzte, wie ein gleich großer Gewinn sie freute. In guten Zeiten fällt das kaum auf. In der Krise wird jede Investition zum möglichen Verlust. Und das Bewährte fühlt sich an wie eine Rettungsweste.
Wer festhält, ist also nicht feige. Sie oder er ist ein Mensch.
Aber manchmal lohnt es sich, gegen den Spar-Reflex zu handeln.
Ende der 1920er-Jahre teilten sich zwei Unternehmen mit ihren Patriarchen den amerikanischen Markt für Frühstücksflocken. Post und Kellogg. Dann kam die Weltwirtschaftskrise. Post tat das Naheliegende. Es sparte und kürzte die Werbung. Kellogg tat das Gegenteil. Es verdoppelte das Werbebudget, warb im Radio massiv für seine neue Sorte, die knisterte, wenn man Milch darübergoss: Rice Krispies.
1933, mitten in der Krise, lagen Kelloggs Gewinne fast 30 Prozent höher. Das Unternehmen wurde und blieb Marktführer.
Eine Einzelgeschichte? Die Harvard-Forscher Ranjay Gulati, Nitin Nohria und Franz Wohlgezogen wollten es genauer wissen. Sie werteten aus, wie es 4.700 börsennotierten Unternehmen in drei Rezessionen erging. 17 Prozent verschwanden während der Krise vom Markt: insolvent, übernommen oder von der Börse genommen. Nur 9 Prozent kamen stärker heraus als vorher.
Wer schneller und tiefer sparte als die Konkurrenz, hatte die schlechtesten Chancen, dazuzugehören. Wer alles auf Investitionen setzte, schnitt kaum besser ab. Die besten Chancen, stärker aus der Krise rauszukommen, hatten die, die beides taten: an einer Stelle sparen, an der anderen investieren.
Mut heißt also nicht, alles auf eine Karte zu setzen. Mut heißt, das Bewährte zu behalten und trotzdem einen Schritt ins Unbekannte zu wagen.
Mut, der Schritt ins Unbekannte – das kennen wir auch vom Dreimeterbrett. Man steht oben, die Zehen über der Kante. Das Wasser sieht viel weiter weg aus als vom Beckenrand. Man hält die Luft an. Und dann springt man.
Eine Sekunde Fall. Dann platsch, ins Wasser. Und wenn du wieder auftauchst, ist da dieses Gefühl, das man nicht kaufen kann.
Mut steht am Anfang. Das Glück am Ende.
Auch PALMBERG ist in diesem Herbst vom Dreimeterbrett gesprungen. Das Unternehmen steht für Verlässlichkeit, für Möbel, die halten, was sie versprechen. Erneut kürte der Branchen-Informationsdienst »markt intern« PALMBERG zum Fachhandelspartner Nr. 1.
Und trotzdem hat man sich in Schönberg für das Unbekannte entschieden. Mitten in einer Zeit, in der viele lieber abwarten, investierte PALMBERG in eine Technologie, von der noch niemand wusste, was einmal aus ihr werden würde. PALMBERG erwarb das Patent. Den dazugehörigen Maschinenpark gleich mit. Und holte die Technologie nach Schönberg.
Gemeinsam mit Produkt- und Industriedesigner Sascha Sartory und dem eigenen Produktentwicklungsteam lotete PALMBERG aus, was aus der Röhre werden kann. Nach und nach entstand eine ganze Produktfamilie.
Die Idee heißt CURL. Hauchdünne Holzfurniere werden Lage für Lage gewickelt, bis eine Röhre entsteht, die erstaunlich leicht ist und trotzdem trägt. Ob das jemand haben will? Vor der Messe wusste das in Schönberg niemand genau.
Die Antwort kam in Köln. Und spätestens beim Auftauchen war klar: Der Sprung hatte sich gelohnt. CURL kam an. Und wie. |
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Was in einer CURL-Holzröhre steckt |
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| Leichtigkeit, die trägt CURL ist innen hohl. Das macht die Röhre besonders leicht. Gerade bei großen Wand- oder Deckenregalen macht das einen Unterschied: Eine vergleichbare Konstruktion aus Vollholz wäre deutlich schwerer und aufwendiger zu befestigen. Gleichzeitig lässt sich aus dem Holz besonders viel herausholen: So können aus einem einzigen Baum 15 bis 25 Kilometer hauchdünnes Furnier entstehen. |
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| Stabilität nach Maß Hohl und trotzdem stabil? Die Stabilität entsteht durch mehrere Furnierlagen, die fest übereinander gewickelt werden. Je stärker die Röhre belastet wird, desto mehr Lagen können es sein. So kann die leichte Röhre sogar dort tragen, wo Belastbarkeit gefragt ist, zum Beispiel als Bein eines Sitzhockers. |
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| Holz mit einem Twist Feine Furnierlagen werden beim Wickeln schräg um einen Kern gelegt. Dadurch verläuft auch die natürliche Maserung des Holzes gedreht um die Röhre und gibt CURL seine besondere Optik. Dank verschiedener Furniere und Oberflächenbehandlungen lässt sich der Look ganz individuell gestalten. |
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| Eine Röhre, viele Möglichkeiten Mal schmal, mal kräftiger, mal kurz, mal lang: CURL lässt sich in unterschiedlichen Dimensionen herstellen. Verschiedene Durchmesser und Längen machen aus demselben Prinzip ganz unterschiedliche Formen. So kann die Röhre mal filigranes Detail und mal prägendes Element eines Möbels sein. |
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Was aus CURL geworden ist |
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Wie vielseitig die Holzröhre eingesetzt werden kann, zeigt die daraus entstandene Produktfamilie: vom Raumteiler FILARO über die verschiedenen Tischlösungen von KONVENTA, darunter Konferenz-, Steh- und Esstisch, bis zur Leuchte SOLEA. In unserer Broschüre gibt es die Produkte im Detail zu entdecken, inklusive Maße, Ausführungen und Holzvarianten. |
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